Die Danksagung einer Bachelorarbeit

Danksagung schreiben für eine Bachelorarbeit
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Ist die Bachelorarbeit oder Masterarbeit fertiggestellt, möchte man vielleicht die Gelegenheit nutzen, sich bei einigen Menschen zu bedanken. Denn die letzten Wochen und Monaten waren geprägt von einer oft stressigen und anstrengenden Phase des Studiums. Wie eine solche Danksagung aussehen könnte, welche Bestandteile enthalten sein sollten und was man besser vermeiden sollte, zeigt dieser Artikel.

Danksagung – Diese Gründe sprechen dafür

Eine Abschlussarbeit bedeutet viel Arbeit für die Studenten. Von einer umfangreichen Vorbereitungsphase über eine viel Zeit in Anspruch nehmende Literaturrecherche bis hin zum eigentlichen Schreiben einer Bachelorarbeit – dieser Teil des Studiums kann sehr zeitintensiv und nervenaufreibend sein. Dann ist gut, wenn es hier Menschen gibt, die einem Kraft geben und Mut zusprechen.

Diesen Personen ist die Danksagung gewidmet. Sie wendet sich an die Menschen, die einem beim Thema wissenschaftliches Arbeiten geholfen haben. Es können nahe Angehörige sein, die immer wieder Bestätigung gaben, ebenso Freunde, die unterstützend wirkten. Aber auch Betreuer oder Kollegen können erwähnt werden.

Möglicherweise hat man eine empirische Abschlussarbeit geschrieben. Dann ist denkbar, dass man sich bei denen bedankt, die für die Untersuchung zur Verfügung standen. Denn ohne diese Personen hätte zum Beispiel Umfragen nicht stattfinden können. Auch Mitstudierenden gebühren einige Worte in der Danksagung, wenn sie beim Verfassen der Arbeit unterstützt haben.

Doch nicht nur moralische und persönliche Hilfe bietet Anlass zum Dank. Auch finanzielle Unterstützung stellt einen Grund dar, sich in diesem Teil der BA-Arbeit oder Master-Thesis zu bedanken. Diese könnte zum Beispiel von Unternehmen geleistet sein, um einen Versuchsaufbau zu ermöglichen.

Aus einem ganz anderen Blickwinkel wird die Danksagung übrigens in einem Artikel der Zeit betrachtet. Hier werden versteckte Ziele untersucht, etwa die Danksagung als Währung, die eine erhaltene Leistung bezahlt. Auch eine machtpolitische Komponente wird hier aufgezeigt.

Die richtige Stelle der Danksagung in der Bachelorarbeit

Die Danksagung gehört nicht zur eigentlichen Bachelorarbeit und Masterarbeit. Daher wird sie auch nicht in das Inhaltsverzeichnis aufgenommen. Zudem ist sie nicht verpflichtend. Die Danksagung bietet aber eine schöne Möglichkeit, sich bei den Personen zu bedanken, die in dieser Studienphase geholfen haben.

Die Danksagung stellt keinen eigenen Punkt in der Gliederung dar. Ob sie zu Beginn oder am Ende der Abschlussarbeit steht, ist Geschmackssache. Theisen sieht in der Danksagung einen Vortext, wie auch ein Sperrvermerk steht die Danksagung am Anfang der Arbeit (vgl. Theisen 2013: 215). Daneben besteht die Möglichkeit, sich direkt innerhalb des Vorwortes zu bedanken.

Manchmal wird die Danksagung auch als eigenständiger Abschnitt an die Ausführungen einer Bachelorarbeit oder Masterarbeit angeschlossen. Dann kann auch am Ende der Arbeit der richtige Platz dafür sein. Oft hat auch der Betreuer schon klare Vorstellungen dazu, wo in der Arbeit die Danksagung platziert werden soll. Daher ist es sinnvoll, sich vorab mit ihm abzusprechen.

Eine korrekte Form der Danksagung für die Bachelorarbeit

Anders als in der eigentlichen Bachelorarbeit oder Masterarbeit kann in der Danksagung die Ich-Form verwendet werden (vgl. Samac/Prenner/Schwetz 2014: 66). Denn hier wird der persönliche Bezug vermittelt. In der restlichen Thesis sollte jedoch darauf verzichtet werden, hier muss darauf geachtet werden, dass ein wissenschaftlicher Schreibstil eingehalten wird.

Auch bei der Länge gibt es Vorgaben, bzw. Richtwerte, die zu berücksichtigen gilt. So wird in der Literatur empfohlen, sich bei der Danksagung in einer Masterarbeit auf max. eine Seite zu beschränken (vgl. Rossig/Prätsch 2005: 88; Samac/Prenner/Schwetz 2014: 66). Die Formatierung sollte dem Rest der Arbeit entsprechen.

Inhalt einer Danksagung – das gehört hinein

Zuerst einmal ist es wichtig, den persönlichen Bezug zur Arbeit darzustellen. Hierbei wird aufgezeigt, warum man das Thema gewählt hat. Dabei wird kurz die persönliche Motivation erklärt. Dies könnte beispielsweise so formuliert sein:

Bereits zu Beginn des Studiums wurde das Thema XY behandelt und hat mich seitdem gefesselt. Durch mein gesteigertes Interesse habe ich mir tiefgreifendes Wissen angeeignet und so war sofort klar, welches Thema meine Masterarbeit beinhalten sollte.

Anschließend erfolgt der Dank an die Menschen, die bei der Arbeit an der Bachelorarbeit oder Masterarbeit unterstützend eingewirkt haben. Dies kann in Form von moralischer Unterstützung oder als praktische Hilfe, etwa durch gute Tipps bezüglich der Literaturrecherche, stattgefunden haben. Am besten erfolgt dabei die Nennung der Namen und des Grundes für den Dank.

Möglicherweise hat man auch finanzielle Unterstützung erhalten? Oder aber ein Unternehmen oder eine Stiftung ließ einem sachliche bzw. beratende Hilfe zuteilwerden. Auch dies kann man in der Danksagung lobend erwähnen.

An dieser Stelle möchte ich mich noch bei der Stiftung/dem Unternehmen XY bedanken. Ihr Stipendium hat es mir ermöglicht, diese Abschlussarbeit zu verfassen. Außerdem spreche ich meinen Dank Herrn XY aus, der mir alle offenen Fragen zum Thema XY kompetent und umfassend beantwortet hat.

Auch bei den Personen, die in der anstrengenden Zeit moralische Hilfestellungen gegeben haben, kann man sich an dieser Stelle bedanken. Hierzu zählen beispielsweise Freunde oder Kollegen, die Eltern oder der Ehepartner.

Ein ganz besonderer Dank gilt meinen Eltern und meinem Ehemann, die mir in der Zeit der Thesis-Erstellung stets Mut zugesprochen haben und mir den Rücken freigehalten haben.

Weiterhin kann man an dieser Stelle Aussagen darüber geben, welche Schwierigkeiten man bei der Erstellung der Arbeit überwinden konnte oder nicht (vgl. Stickel-Wolf/Wolf 2013: 250). Hier kann man auch aufgezeigen, wo man an Grenzen gestoßen ist.

So nicht – dies sollte vermieden werden

Nicht jede Arbeit erfordert eine Danksagung (siehe auch die Richtlinien der Hochschule der Medien). Sie sollte eigentlich nur ein Bestandteil größerer Werke darstellen (vgl. Oertner/St. John/Thelen 2014: 32) und ist bei kurzen Arbeiten, wie eben der Bachelorarbeit eher unangemessen. Eine Ausnahme wäre aber, wenn man beispielsweise einem Unternehmen danken möchte oder sonstige Unterstützung bei der Forschung durch Dritte erhalten hat (Zugang zum Archiv o.ä.). Franck/Stary vermerken außerdem, dass ein Vorwort nicht dazu dient, „den Eltern für den monatlichen Scheck oder dem Freund zu danken, dass er die Arbeit getippt hat“ (2009: 148).

Die Danksagung in der Bachelorarbeit oder Masterarbeit soll Dank enthalten und keinesfalls indirekte Kritik. Daher ist es nicht angebracht, etwa so zu formulieren: „Vielen Dank für die Hilfe bei der Masterarbeit, jedoch muss ich auch erwähnen, dass …“

Vorsichtig sollte man bei der Berücksichtigung des Betreuers walten lassen. Seine Aufgabe ist es im Rahmen seiner Tätigkeit an der Universität, den Studierenden bei der Erstellung seiner Arbeit zu unterstützen. Es kann sogar „als Versuch missverstanden werden, das Prüfer-Urteil beeinflussen zu wollen“ (Theisen 2013: 217). Es kommt dabei aber auf die Gepflogenheiten an der Hochschule oder sogar nur am Fachbereich an.

Übrigens: In der Kürze liegt die Würze, das gilt auch für die Danksagung. Denn ein langer Text besagt nicht, dass er besonders von Bedeutung ist. Zu viele Namen lassen diesen Textteil überladen wirken. Außerdem sollte man darauf achten, dass man nicht zu ausschweifend formuliert. Zudem sollte man auch die Danksagung unbedingt wie auch die Bachelorarbeit Korrekturlesen lassen, gerade hier sind Rechtschreibfehler sehr peinlich.

Insgesamt bietet die Danksagung eine schöne Möglichkeit, sich zu bedanken, wenn jemand bei der Erstellung der Abschlussarbeit geholfen hat. Sie stellt kein Muss dar. Eine weitere Möglichkeit, den Unterstützern Danke zu sagen, ist jeweils ein persönliches Exemplar zu drucken und handschriftlich eine persönliche Widmung zu verfassen.

Literatur

Franck, Norbert/Joachim Stary (2009): Die Technik des wissenschaftlichen Arbeitens, 15. Aufl., Paderborn.

Oertner, Monika/Illona St. John/Gabriele Thelen (2014): Wissenschaftlich Schreiben – Ein Praxisbuch für Schreibtrainer und Studierende, Paderborn.

Rossig, Wolfram E./Joachim Prätsch (2005): Wissenschaftliche Arbeiten, 5. Aufl., Weyhe.

Samac, Klaus/Monika Prenner/Herbert Schwetz (2009): Die Bachelorarbeit an Universität und Fachhochschule, Wien.

Stickel-Wolf, Christine/Joachim Wolf (2013): Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken – Erfolgreich studieren – gewusst wie! 7. Aufl., Wiesbaden.

Theisen, Manuel René (2013): Wissenschaftliches Arbeiten – Erfolgreich bei Bachelor- und Masterarbeit, München.

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