IM CHICAGO STIL ZITIEREN | Anleitung & Beispiele

Chicago Stil - Zitieren nach den Regeln vom Chicago-Stil

Inhalt

Das wissenschaftliche Schreiben hat seine eigenen Regeln, die du als Student beachten musst. Das knifflige daran ist, dass es unterschiedliche Arten des Zitierens gibt. Diese Arten sind schließlich grob in zwei große Gruppen einzuteilen. Einerseits gibt es diejenigen Arten, bei denen gleich im Fließtext steht, woher eine Information oder ein Zitat stammt. Andererseits gibt es Zitierarten, bei denen mit Fußnoten gearbeitet wird.

Das Zitieren ist sehr wichtig für wissenschaftliches Arbeiten und somit auch für dich als Studenten. Der Professor muss letztendlich nachvollziehen können, woher du deine Informationen hast, die du in deinen Essays, Hausarbeiten und in der Bachelorarbeit und Masterarbeit einbaust. Hierfür gibt es aber auch Regeln, damit der Professor schnell verstehen kann, welches Buch oder anderweitige Quelle gemeint ist. In diesem Artikel zeigen wir dir dementsprechend, wie du im Chicago-Stil zitieren kannst.

Herkunft und Darstellungsform des Chicago-Stil

Der Chicago-Stil hat seinen Ursprung beim Chicago Manual of Style, einer seit 1906 von der Universität Chicago veröffentlichten Richtlinie. Dieser Zitierstil ist allerdings vorwiegend in den Geisteswissenschaften gebräuchlich. An dieser Stelle ist es außerdem wichtig anzumerken, dass jede Disziplin einen bestimmten Stil beim Zitieren bevorzugt.

Es gibt zwei Arten der Chicago-Zitation, nämlich zum einen Chicago A (Fußnoten-System) und zum anderen Chicago B (Autor-Jahr-System). Chicago A kennzeichnet sich dadurch, dass die detaillierte Angabe der Quelle sowohl in Form einer Fußnote als auch im Literaturverzeichnis durchzuführen ist. Chicago B kennzeichnet sich dadurch, dass bereits im Text zitiert wird.

In diesem Fall heißt das, dass du unmittelbar für ein direktes Zitat oder ein indirektes Zitat Hinweise auf die verwendete Quelle hinterlegen musst. Genau genommen musst du den Autor und das Jahr der Publikation notieren, welche auf die detaillierte Quelle im Literaturverzeichnis verweisen (vgl. University of Chicago Press 2017: 7ff).

So sieht der Chicago-Stil aus

Es gibt einige Regeln, welche im Rahmen des Chicago-Stil für alle Quellen gleichermaßen anzuwenden sind. Beispielsweise musst du den Titel und Untertitel einer Quelle mit einem Doppelpunkt trennen. Ebenso musst du, wenn der Autor einen zweiten Vornamen besitzt, diesen dann auch als Initial abkürzen (vgl. University of Chicago Press 2017: 7ff).

Verwendest du zwei oder mehr Quellen vom gleichen Autor und gleichen Jahr, kannst du diese mithilfe von Buchstaben hinter der Jahreszahl voneinander unterscheiden (a, b usw.). Eine vollständige Liste der allgemeinen Regeln des Chicago-Stil findest du zum Beispiel bei der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Entscheidest du dich für das Autor-Jahr-System oder wird diese Zitierart von der Universität vorgegeben, musst du die Informationen zur Quelle im Text nach Chicago zitieren. Das tust du unmittelbar hinter dem aus der Quelle entlehnten Inhalt. Hier ein Beispiel:

Chicago-Style

Zitation im Autor-Jahr-System

Entscheidest du dich für das Fußnoten-System oder wird diese Zitierart von der Universität vorgegeben, musst du die Informationen zur Quelle, beispielsweise ein Zeitungsartikel nach Chicago, eine Internetquelle oder eine Monografie in einer Fußnote einbauen. Hier ein Beispiel:

Fußnoten-System

Zitation im Fußnoten-System

Ein weiteres Merkmal ist aber auch die Form der Darstellung im Literaturverzeichnis nach Chicago. Hier folgen ein paar Regeln der Pädagogischen Hochschule Zürich, wie dies im Chicago-Stil aussehen soll.

Art der Quelle Darstellung im Literaturverzeichnis
Buch Otto, Rudolf. 1991. Das Heilige: Über das Irrationale in der Idee des Göttlichen und sein Verhältnis zum Rationalen. München: C. H. Beck.
Zeitschrift Smith, John Maynard. 1998. The origin of altruism. Nature 393: S. 639–40.
Website Evanston Public Library Board of Trustees. Evanston Public Library strategic plan, 2000–2010: A decade of outreach. Evanston Public Library. http://www.epl.org/library/strategic-plan-00.html (aufgerufen am 1. Juni 2005).
Dissertation Amundin, M. 1991. Click repetition rate patterns in communicative sounds from the harbour porpoise, Phocoena phocoena. PhD Diss., Universität Stockholm.
E-Mail Werden nicht ins Literaturverzeichnis aufgenommen.

Vom Sinn und Zweck her unterscheiden sich die unterschiedlichen Zitierarten nicht voneinander. Lediglich die Machart ist anders. So wird dir auch der Chicago-Stil bekannt vorgekommen sein. Da du in der Regel aber nicht bestimmen kannst, welche Zitierart du verwenden möchtest und dies von deiner Universität, deinem Institut oder deinem Betreuer bestimmt wird, ist es sinnvoll trotzdem in allen Zitierarten Sicherheit zu gewinnen. Ein Lektorat und Korrekturlesen der Bachelorarbeit, Masterarbeit und Hausarbeit kann dir zusätzlich dabei helfen, keine Zitierfehler zu machen.

Folgende Artikel könnten Dir auch noch gefallen
Autor:
Blogverzeichnis - Bloggerei.de