Drucken und binden der Bachelorarbeit, Masterarbeit, Hausarbeit oder Dissertation

Drucken und Binden von Bachelorarbeit, Masterarbeit, Dissertation
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Wann ist man eigentlich mit dem Schreiben der Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation fertig? Man hat recherchiert, eine Literaturliste erstellt, erfolgreich eine Fragestellung ausgearbeitet und vor allem: Geschrieben, geschrieben und geschrieben. Und dann endlich ist das Werk fertig! Bis auf die letzten Fußnoten und das letzte Semikolon ist alles abgetippt. Bereit zur Abgabe! Oder?
Fast, aber noch nicht ganz. Auch auf der Zielgerade einer wissenschaftlichen Arbeit gibt es noch ein paar Dinge zu beachten und zu tun, damit sich keine Fehler einschleichen. Wie man seinem Werk den letzten Feinschliff gibt und auf was man sonst noch so auf den letzten Metern achten muss, im Hinblick auf das Verbessern, Drucken und Binden lassen einer Arbeit, ist Thema dieses Artikels.

Drucken und binden Bachelorarbeit

Die Bachelorarbeit ist als erste wichtige Qualifikationarbeit für viele Studierende der erste Text, den sie professionell drucken und binden lassen und von einem Profi fertigstellen lassen möchten. Gerade weil es vielen Studierenden beim Schreiben der Bachelorarbeit aber noch an an manchen Fähigkeiten mangelt und sie Zeitmanagement und Organisation erst einüben müssen, wird es beim Drucken und Binden oft etwas knapp. Sie sollten deshalb einen Puffer von vornherein einplanen oder Express-Angebote nutzen.

Masterarbeit drucken und binden

Die Masterarbeit stellt den erfolgreichen Abschluss des Masterstudium dar – hier möchte jeder Studierende gerne mit einer professionell und seriös wirkenden Masterarbeit glänzen. Dabei ist das Drucken und Binden neben dem Deckblatt das Wichtigste, wenn man beim Betreuer sofort einen guten Eindruck machen will. Gerade weil die Masterarbeit häufig auch Grafiken und Bilder enthält, sollte man hier tatsächlich lieber einen Profi ranlassen. Er kann einen auch zur Papierdicke, beraten und dafür sorgen, dass die Grafiken und Bilder am Ende auch dank Laserdruck perfekt zur Geltung kommen.

Dissertation drucken und binden

Die Dissertation ist meistens mehrere hundert Seiten lan, sodass es unmöglich ist, sie selbst drucken und binden zu wollen. Hier muss definitiv ein Prof ran um die teils mehrbändige Dissertation auszudrucken und ihr eine haltbare Bindung zu geben. Schließlich wird eine Dissertation nicht nur vom Doktorvater über mehrere Wochen gelesen, sondern die Exemplare werden von einer mehrköpfigen Kommission geprüft. Geht hier die Bindung schon nach einmal Blättern aus dem Leim, macht das keinen guten Eindruck und ist auch wirklich nicht praktikabel.

Drucken und binden der Hausarbeit

Die Hausarbeit – gerade wenn es die erste Hausarbeit ist – ist für Studierende in den ersten Semestern auf vielen Ebenen eine große Herausforderung. Ein Zeitplan muss erarbeitet werden. Sie müssen Literatur suchen und eine Fragestellung für ihre Hausarbeit finden. Da rückt die Frist oft schneller heran, als gedacht. Aus diesem Grund lassen viele Studierende ihr Hausarbeit wenigstens professionell drucken und binden. So sieht das Endprodukt wenigstens ordentlich aus und man spart Zeit, die man noch in die Ausarbeitung der Hausarbeit stecken kann!

Letzte Checks vor dem Drucken und Binden

Der erste ratsame Schritt besteht darin die Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation selbst noch einmal komplett zu überprüfen und zu optimieren. Am Besten tut man dies, nachdem man sich etwas Zeit genommen hat, Abstand zu gewinnen. Man hat wochen- oder monatelang an diesem Text gearbeitet und steckt noch so in Detailfragen, dass ein objektiver Blick schwer ist. Wenn der Abgabetermin nicht schon am nächsten Tag ist, was auch nicht vorkommen sollte wenn man einem guten Übersichtsplan folgt, dann lohnt es sich, eine Auszeit einzuplanen. Mal wieder ein paar Tage rausgehen, sich mit Freunden treffen und die Arbeit aus dem Kopf bekommen hilft, bevor man alles Drucken und Binden lässt.

Danach kann man wirksamer orthografische und inhaltliche Fehler feststellen. Ratsam ist es, sich den eigenen Text Abschnittsweise vorzunehmen, Kapitel für Kapitel und dazwischen Pausen einzulegen. Sich den Text selbst laut vorzulesen, kann auch sehr hilfreich sein. Gerade Stellen die stilistisch noch nicht so schön sind, fallen beim Hören mehr auf, als beim Lesen.
Wichtiger als die Fehlersuche ist in diesem Schritt aber, ob die Bachelorarbeit oder Masterarbeit formal den Vorgaben der eigenen Hochschule und des eigenen Fachs entspricht. Schriftgröße, Schriftart, Zeilenabstand, Seitenzahl, Deckblatt, Literaturliste, Zitierweise… Man möchte schließlich vermeiden, von der inhaltlichen Brillianz der eigenen Arbeit durch Schlamperei an der äußeren Form abzulenken und beim Drucken und Binden eine böse Überraschung zu erleben.

Das Tüpfelchen auf dem i: Die Gestaltung

Um dies zu vermeiden, empfiehlt es sich, schon im Voraus über die Vorgaben der Hochschule oder des Instituts Informationen einzuholen und dementsprechend die Formatierung vorzunehmen. In der Regel betreffen diese Vorgaben, wie bereits erwähnt, die Größe der Seitenränder, die Schriftgröße, den Zeilenabstand manchmal auch die Schriftart und natürlich die Seitenanzahl. Die meisten Institute haben zudem auch Vorgaben, welche Zitierweise verwendet werden soll.
Sind wider Erwarten keine Vorgaben vorhanden, kann man sich an folgende „Norm“ halten:

  • Oberer und unterer Rand: 1,5 cm
  • Rechter Rand: 2,5 cm
  • Linker Rand: 3,5 cm

Der größere Abstand am linken Rand rührt daher, dass noch genügend Platz für die Bindung der Arbeit bleiben sollte. Die Standard für die Schriftgröße ist 12 pt. Für den Zeilenabstand ist der 1,5 fache Zeilenabstand bei längeren Arbeiten zu empfehlen, da er angenehmer zu lesen ist. Da er die Arbeit aber auch in ihrer Länge „streckt“, ist es ratsam dies auch beim Fehlen von offiziellen Vorgaben der eigenen Hochschule mit dem Prüfungsamt oder dem Betreuer der Arbeit abzusprechen.

Als Schriftart sollte definitiv kein Exot, sondern eine der gebräuchlichen Fonts verwendet werden. Also: Times New Roman, Georgia, Calibri oder Arial. Und zwar immer im Blocksatz. 
Die Seitenzahlen kommen je nach Geschmack in die Kopf- oder Fußzeile.

Es gibt zwei gängige Zitierarten für Bachelorarbeiten: Das Zitieren mit fortlaufenden Fußnoten am Ende jeder Seite, auch deutsche Zitierweise genannt, und das Zitieren mit Kurzbelegen direkt nach dem Zitat, auch amerikanische Zitierweise oder Harvard-System (vgl. Bahr J. Und Frickmann M. (2011)) genannt. Wenn man hierzu keine Vorgaben hat, sollte man sich daran orientieren, was im eigenen Fach üblicherweise verwendet wird. Für welches System man sich auch entscheidet, wichtig ist, dass man es konsequent und korrekt anwendet. Auch das sollte man vor der Abgabe nochmals überprüfen.

Sprachliche Verbesserungen und Plagiatsprüfung

Nach dem Grobschliff der Selbstkontrolle kommt der Feinschliff durch Andere. Selbstverständlich kann man seine Mutter, die taube Tante oder den eigenen Hund bitten, die Arbeit auf Rechtschreibfehler und gleichzeitig auf inhaltliche Unklarheiten oder gar Widersprüche zu untersuchen. Besser ist es aber – man kann es sich denken – eine Person zu bitten, die selbst erfahren mit dem Thema wissenschaftliches Arbeiten ist. Helga Esselborn-Krumbiegel empfiehlt, die Perspektive zu wechseln und sich in den Leser hinzuversetzen (vgl. Esselborn-Krumbiegel 2002: 128-29). Dadurch fallen Lücken in der Argumentation eher auf. Ein sehr guter Ratschlag, der praktischerweise durch Außenstehende bereits automatisch beherzigt wird. Der idealer Kandidat kennt sich zudem selbst mit der Disziplin und dem Thema der Arbeit aus.

Dafür bieten sich Kommilitonen an. Es ist aber durchaus auch eine Überlegung wert, zusätzlich ein professionelles Lektorat und Korrekturlesen für die Abschlussarbeit zu nutzen. Hier muss man selbst abwägen. Was für eine Hausarbeit ein Luxus ist, kann sich für die Bachelorarbeit definitiv auszahlen und empfiehlt sich für Masterarbeiten oder gar Dissertationen eindeutig. Doch gerade wenn di sprachlich Qualität der Arbeit hinter dem Inhalt zurückfällt, sollte man auch über ein Umschreiben nachdenken, um ein ansprechendes Niveau zu erhalten.

Man kann sich außerdem bei einem professionellen Anbieter nicht nur sicher sein, dass die eigene Zitierweise gründlich überprüft wird. Vielmehr ist es, wenn man auch eine Plagiatsprüfung nutzt, die beste Möglichkeit, wenn man keine bösen Überraschungen erleben möchte. Es ist gewissermaßen ein zusätzlicher Feinschliff mit noch feinerer Körnung.

Politur: Drucken und Binden lassen

Der letzte Schritt vor der Abgabe ist das Drucken und eventuell binden der Arbeit. Quasi das Polieren und Lackieren des Werkes. Für jede Art der Arbeit gilt hier: Von einem professionellen Drucker drucken lassen, nicht selber machen! Natürlich zählt der Inhalt und nicht die Papierart oder das Cover, aber ein ordentlich aussehender erster Eindruck macht durchaus etwas her. Man sollte zudem bedenken, dass die Betreuer der Arbeit sich viel Zeit nehmen, um diese zu lesen und zu bewerten. Dafür sollte man ihnen mit einer ordentlich gebundenen Arbeit entgegenkommen, statt eines Haufens loser Blätter.

Allerdings empfiehlt es sich beim Drucken und Binden lassen zu beachten, um was für eine Arbeit es sich handelt. Anders ausgedrückt: Es sollte der Art der Abschlussarbeit angemessen sein. Eine Bachelorarbeit benötigt kein Hardcover und kein foliertes Papier. Sie wird üblicherweise nach der Begutachtung mehrere Jahre vom Arbeitsbereich/Lehrstuhl des Dozenten aufbewahrt und dann in Archiv der Universität überführt, wo sie praktisch nie wieder herausgeholt wird.

Für die Masterarbeit ist es vielleicht vertretbar, sie binden zu lassen, für die Dissertation ganz bestimmt. Auch wenn der eigene Geschmack durchaus zum Ausdruck kommen darf, ist es besser, die Gestaltung sachlich und schlicht zu halten. Das wirkt seriöser. Gerade eine eher durchschnittlich gute Arbeit wirkt nämlich durch eine Hardcover-Bindung mit goldgeprägten Lettern auf dem Kunstledercover unpassend und albern.

Nach Ende der langen und anstrengenden Schreibarbeit sind die letzten verbliebenen Arbeitsschritte vergleichsweise einfach und unkompliziert. Sie müssen eben erledigt werden und mitunter kann so ein Feinschliff durchaus auch noch viel Zeit in Anspruch nehmen. Optimaler Weise hat man das von Beginn an in seinen Arbeitsplan mit einbezogen.

Belohnt wird man durch sein optimal gestaltetes Werk, bereit zur Abgabe. Und selbstverständlich dadurch, den letzten Schritt auf dem Weg zum angestrebten Abschluss gemacht zu haben!

Literatur

Bahr, Jonas /Frackmann Malte (2011), Richtig zitieren nach der Harvard-Methode. Eine Arbeitshilfe für das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten, Institut für Praxisforschung, Solothurn.

Esselborn-Krumbiegel, Helga (2008), Von der Idee zum Text, Paderborn/München/Wien/Zürich.

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