Tipps für die Planung der Bachelorarbeit oder Masterrabeit

Tipps für die Planung der Bachelorarbeit oder Masterrabeit

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Für die meisten Studierenden stellt die Bachelorarbeit oder Masterarbeit das erste Rendezvous mit der Wissenschaft dar. Viele mögen am Gymnasium bereits Hausarbeiten verfasst oder an der Universität Referate gehalten haben. Aber so eine Bachelorarbeit oder Masterarbeit ist noch einmal ein anderes Kaliber. In sie stolpert man nicht einfach so hinein. Eine Bachelorarbeit erfordert etwa eine sorgfältige Planung und eine strukturierte Vorbereitung, damit sie später zum Erfolg wird. Dieser Artikel zeigt, wie man bei der Planung der Bachelorarbeit oder Masterarbeit am besten vorgeht.

Thema für die Bachelorarbeit oder Masterarbeit finden

Zunächst einmal gilt es, das passende Thema für die Bachelorarbeit oder Masterarbeit zu finden. Es sollte spannend genug sein, damit man es für die nächsten 12-16 Wochen mit ihm aushält. Denn in etwa so lange wird man sich – inklusive aller Vorbereitungen – mit dem Thema zu befassen haben, und das nahezu täglich, wenn man der Planung der Bachelorarbeit oder Masterarbeit folgt.

Natürlich sollte das Thema auch für andere interessant sein, denn man schreibt seine Bachelorarbeit oder Masterarbeit nicht nur für sich selbst, sondern auch, damit potenzielle Leser daraus wertvolle Erkenntnisse ableiten können.

In diesem Zusammenhang ist die sogenannte Eigenleistung von Bedeutung: Eine Bachelorarbeit ist keine Masterthesis und eine Masterarbeit keine Dissertation. Eine Bachelorarbeit muss keine sensationell neuen Forschungsergebnisse zutage fördern. Dennoch stellt eine Bachelorarbeit keine bloße Aneinanderreihung von Zitaten dar. Es muss auch eine Eigenleistung ersichtlich sein. Eine Masterarbeit hingegen sollte deutlich mehr Eigenleistung zeigen und schon erste Forschungsergebnisse präsentieren können.

Das heißt, der eigene Standpunkt zum gewählten Forschungsthema muss auf wissenschaftliche Weise hergeleitet und begründet werden – Stichwort wissenschaftliches Arbeiten. Das Thema, das man sich erwählt, sollte also all das hergeben. Idealerweise hat man zum Thema bereits ein Referat gehalten oder findet das Thema aus einem anderen Grund interessant. Auf jeden Fall sollte man seine Vorschläge mit dem Betreuer absprechen, was natürlich voraussetzt, dass man schon einen Betreuer hat.

Betreuer finden

Auch für die Wahl des Betreuers sollte man sich genügend Zeit nehmen. Hat man noch kein passendes Thema für die Bachelorarbeit oder Masterarbeit gefunden oder kann man sich unter mehreren in Frage kommenden Themen nicht entscheiden, ist es sogar sinnvoll, sich zuerst einen Betreuer zu suchen und erst anschließend mit diesem das Thema abzustimmen.

So ein Betreuer ist nicht unwichtig für die Planung der Bachelorarbeit und Masterarbeit. Er muss dem gewählten Thema zustimmen, damit man es beim Prüfungsamt überhaupt anmelden darf und er wird als Erstkorrektor der Bachelorarbeit oder Masterarbeit fungieren. Deshalb sollte es, bei aller fachlichen Qualifikation, auch menschlich irgendwo stimmen. Hierzu empfiehlt es sich, auch die Erfahrungen anderer Studenten, die von ihm oder ihr bereits betreut wurden, zu Rate zu ziehen. Wurden bei dem Kandidaten in der Vergangenheit gewisse Muster deutlich, die auf mangelndes Engagement bei der Betreuung von Studierenden oder auf allzu strenge Benotung bei Bachelorarbeiten oder Masterarbeiten hindeuten, sollte man seine Wahl lieber zweimal überlegen.

Abgesehen davon sollte der Betreuer seinen Forschungsschwerpunkt in dem Bereich des anvisierten Themengebiets haben und bereits in der Vorbereitungsphase der Bachelorarbeit oder Masterarbeit mit zahlreichen nützlichen Tipps und Hinweisen aufwarten können – nicht zuletzt auch, was die Wahl der richtigen Literatur angeht.

Literatur finden

Apropos Literatur: Für die Recherche der Literatur sollte man mindestens 3-4 Wochen einplanen. Dies ist natürlich abhängig vom Schwierigkeitsgrad der Bachelorarbeit oder Masterarbeit und dem dafür notwendigen Rechercheumfang. Gegebenenfalls kann diese Phase auch länger dauern. Sie sollte aber dingend bei der Planung der Bachelorarbeit oder Masterarbeit eingerechnet werden.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte man sich noch einmal die Nutzung einer guten Literaturverwaltungssoftware durch den Kopf gehen lassen. Für Programme wie Citavi oder Endnote muss man zwar ein paar Euros berappen, aber eine Software wie Zettelkasten ist zum Beispiel kostenfrei und in jedem Fall überwiegen hier die Vorteile. Mit so einer Software kann man nämlich bequem per Mausklick alle relevanten Bibliotheken nach geeigneter Literatur durchstöbern und zwar ganz egal, ob es sich um eine Uni-Bibliothek oder um eine öffentliche Bibliothek handelt. Man muss sich dafür noch nicht einmal vom heimischen Schreibtisch erheben.

Darüber hinaus sammelt das Programm praktischerweise gleich sämtliche notwendigen bibliographischen Angaben des erwählten Werkes, was später die Erstellung eines Literaturverzeichnisses enorm erleichtert und außerdem sowieso automatisiert erfolgt. Zusätzlich wird man mit wichtigen Informationen, wie Öffnungszeiten, Verfügbarkeit und Ausleihfristen versorgt, was ebenfalls den sonst jedes Mal nötigen Gang zu den Bibliotheken einspart.

Selbst in der zuvor geschilderten Phase der Themenfindung kann ein solches Programm bereits wertvolle Dienste leisten, denn zuweilen findet sich das passende Thema erst nach längerer Recherche und nach Kenntnisnahme diverser Literatur. Zudem verhindert der systematische Umgang mit Literatur beim Zitieren Plagiate, die in der Plagiatsprüfung zu Tage treten können.

Literatur auswerten

Was jetzt in der Planung der Bacherloarbeit ansteht, ist natürlich die gefundene Literatur systematisch auszuwerten, d.h. die wissenschaftlichen Texte zu strukturieren, nach Relevanz zu ordnen und gegebenenfalls schon erste Exzerpte anzufertigen. Auch sollten spätestens jetzt relevante Fragestellungen erarbeitet werden, die dem Arbeitsprozess gewissermaßen die nötige Richtung geben. Wer mit alldem zunächst Schwierigkeiten hat, für den halten viele Hochschulen sogenannte Vorbereitungskurse bereit. Hier ist man unter seinesgleichen.

Es wird gelehrt, wie man wissenschaftlich arbeitet und es besteht ausreichend Gelegenheit, eine erste Gliederung bzw. eine Kapitelstruktur zu entwerfen und einen individuellen Zeitplan zu erstellen. Erst nach Ende des Kurses braucht die Bachelorarbeit oder Masterarbeit angemeldet zu werden und die Uhr fängt an zu laufen.

Wichtig ist, dass man während dieser gesamten Zeit einen engen Schulterschluss zu seinem Betreuer sucht. Die besten Impulse hinsichtlich Literatur, Themenauswahl, Fragestellungen, Gliederung etc. erhält man immer noch von ihm. Und – solange man sich an seine Hinweise hält – kann er deren Umsetzung hinterher nicht kritisieren. Es lohnt sich also Kontakt zu halten.

Exposé für die Bachelorarbeit und Masterarbeit formulieren

Hat man alle Vorbereitungen bis dahin erfolgreich abgeschlossen, fehlt nur noch eines – das Exposé. Die Anfertigung eines Exposés ist an manchen Universitäten sogar eine verbindliche Pflicht, aber selbst da, wo das nicht der Fall ist, sollte man ein solches Exposé ernsthaft in Erwägung ziehen. Denn es leistet wertvolle Dienste für die Planung der Bachelorarbeit.

Im Prinzip ist ein Exposé eine Art Bachelorarbeit oder Masterarbeit im Kleinen. Mit ihm legt man dem Betreuer – und sich selbst – dar, welche Ziele man auf welche Weise zu erreichen gedenkt. Es hilft ungemein, Aspekte, wie Fragestellungen, Methodik und Vorgehensweise sowie Zeitplan im Vorfeld der Bachelorarbeit oder Masterarbeit schriftlich niederzulegen. Denn laut Corsten/Corsten (2017), 19 schafft das Klarheit im Kopf und in der eigenen Arbeitsweise. Allerdings kann ein schlampig geschriebenes Exposé den Betreuer auch abschrecken. Auch aus diesem Grund, darf man nicht vergessen, dass die Durchsicht bei einem Exposé genauso wichtig ist wie ein Lektorat und Korrekturlesen. Ist man mit dem Text unzufrieden, kann man ihn auch professionell umschreiben lassen.

Wird das Exposé vom Betreuer abgesegnet, kann die Arbeit an der Bachelorarbeit oder Masterarbeit beginnen, wie ein fertiges Exposé auch aussehen kann, zeigt die Berliner Technische Kunsthochschule. Was es bezüglich der Vorbereitung und Themenfindung für eine Bachelorarbeit oder Masterarbeit sonst noch zu beachten gilt, darüber gibt der folgende Leitfaden der Universität Trier detailliert Auskunft.

Wenn man davon spricht, eine Bachelorarbeit oder Masterarbeit zu schreiben, denkt man meistens nur an den späteren Prozesses des Schreibens und der Formatierung. Doch je sorgfältiger der Planungsprozess durchgeführt wird, umso größer sind die Chancen, dass der Schreibprozess anschließend flüssig ist. Dann wird er auch ohne Schreibblockaden vonstattengeht und die Bachelorarbeit oder Masterarbeit später eine gute Benotung erhalten. Es lohnt sich also sorgfältig zu planen.

Literatur

Corsten, Martina/Corsten, Hans (2017). Schritt für Schritt zur Bachelorarbeit – Erfolgreich organisieren, recherchieren, präsentieren, München.

Fischer, Simone (2015): Erfolgreiches wissenschaftliches Schreiben, Stuttgart.

Autor:
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